Von Prokrastination und Panikattacken

Von Prokrastination und Panikattacken - so meisterst du die Prüfungszeit

Mindestens zwei Mal pro Jahr wartet eine nervenaufreibende Zeit auf tausende von Studenten. Gefühlt hatte das Semester doch gerade erst angefangen und nun steht man schon wieder vor den ersten Seminararbeiten, Präsentationen und zu guter Letzt der Vorbereitung auf die Prüfungsphase. Was ist aus den guten Vorsätzen wie „Für die nächsten Prüfungen fange ich mit dem lernen mindestens 3 Wochen vorher an“ geworden? Doch wie so oft wird aus „Das mache ich jetzt“, gleich, später, aber bestimmt noch heute oder morgen früh. Der Fachbegriff für das Auf- bzw. Verschieben unbeliebter Aufgaben nennt sich Prokrastination und ist bestimmt den meisten Studenten besonders in der Prüfungszeit bekannt. Um sich weder Prüfungsstress, Panikattacken und Prokrastinationsanfällen auszusetzen, erfährst du in folgendem Artikel fünf nützliche Tipps zur perfekten Vorbereitung auf deine Prüfungen.

Tipp 1: Überprüfe deine Vorlesungsunterlagen

Studieren bedeutet selbst zu entscheiden, ob man sich für die Vorlesung am nächsten Morgen 7.30 Uhr aus dem Bett quält oder den Stoff doch lieber im Skript nachliest. Doch genau diese Freiheiten können bei der Prüfungsvorbereitung zum Problem werden, denn einige Professoren erklären den Stoff in den Vorlesungen anhand von Beispielen oder geben Hinweise auf klausurrelevante Themen. Zum Glück gibt es Lerngruppen oder nette Kommilitonen, mit denen man die Mitschriften abgleichen kann. Viele Studenten nutzen auch die von älteren Semestern angebotenen Tutorien, um den Lernstoff besser zu verstehen und sich auf die Prüfungen vorzubereiten.

Tipp 2: Verplant? Erstelle dir einen Zeit- und Lernplan!

Wenn du alle deine Lernmaterialien und Vorlesungsskripte auf Vollständigkeit überprüft hast, ist es wichtig einen Zeitplan zu erstellen und sich somit einen terminlichen Überblick zu verschaffen. Nicht selten schreibt man mehrere Klausuren pro Woche, manchmal sogar bis zu drei Klausuren am Tag, weshalb es wichtig ist, sich frühzeitig einen Überblick zu verschaffen. Schreibst du zuerst die Mathematikklausur oder solltest du dich besser schon jetzt auf den Spanischtest vorbereiten? Mit einem konkreten Zeitplan kannst du auch Prioritäten setzen und so deinen Lernplan aufstellen. Wenn du weißt, dass dir Spanisch leicht fällt und diese Prüfung erst am Ende der Prüfungszeit ist, lohnt es sich vielleicht hier auf Lücke zu setzen und den anderen Fächern Vorrang zu gewähren. Diese beiden Pläne sollten auch mit deinen allgemeinen Lernzielen und übereinstimmen, denn für viele Studenten stellt sich schon zu Beginn der Prüfungszeit die Frage: Reicht es mir zu bestehen oder soll der Notendurchschnitt angehoben werden? Zudem solltest du deine Leistungsfähigkeit berücksichtigen, denn es ist wissenschaftlich bewiesen, dass der Schlafrhythmus erheblichen Einfluss auf unseren Tagesablauf und die eigenen Produktivitätsphasen hat. Einige Menschen können wichtige Aufgaben am besten früh am Morgen erledigen (Early Bird), andere blühen gegen Abend erst auf (Night Owl). Neben diesen Arbeitstypen hat jeder Mensch einen ganz eigenen Lerntyp, den es auch zu berücksichtigen gilt. Reichen dir die reinen Vorlesungsmitschriften aus oder benötigst du bunte Karteikarten? Um Lernerfolge zu erzielen bleibt jedoch jedem Studenten nichts anderes übrig als den Stoff so oft wie möglich zu wiederholen.

Tipp 3: Motiviere dich selbst!

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Hast du dir erst einmal konkrete Ziele gesetzt und einen Zeitplan erstellt, sollte das Vorhaben die Klausurenphase zu meistern, nicht an der Umsetzung scheitern. Natürlich ist es schwer sich aufzuraffen, aber man sollte sich nicht vom Umfang des Lernstoffes erschlagen lassen, denn vieles hast du bestimmt schon einmal gehört! Zudem solltest du dir immer eine bestimmte Belohnung, die am Ende der Klausurenphase auf dich wartet, vor Augen halten. Egal ob du mal wieder mit deinen besten Freunden ausgiebig feiern gehst oder in den Urlaub fährst, selbst kleinste Dinge können dich motivieren.  Natürlich wird es innerhalb der Prüfungsphase auch einmal Down-Phasen geben, in denen du denkst, dass du dich nicht mehr konzentrieren kannst und nichts schaffst, doch wenn du deine positive Grundeinstellung beibehältst und dich auf die gesteckten Ziele fokussierst, wirst du die Prüfungsphase meistern.

Tipp 4: Ordnung ist das halbe Leben!

Neben ordentlichen Lernunterlagen spielt auch das Lernumfeld eine wichtige Rolle bei der Erreichung deiner Lernerfolge. Wenn es ständig laut ist und du andere Störungsquellen wie z.B. das Smartphone in der Nähe hast, kannst du dich zwar lange hinsetzen, aber effektiv gelernt, wird hier bestimmt nicht. Weg mit den Störfaktoren! Wenn du weißt, dass du in deinem WG-Zimmer nicht lernen kannst, dann suche dir einen Platz in der Bibliothek. Manche Universitäten bieten den Studenten auch an, Räume zu mieten, um ungestört lernen zu können.
Eine gewisse Ordnung wird dir helfen, dich sicher und vorbereitet zu fühlen. Am Tag vor der Prüfung solltest du noch einmal überprüfen, ob du alle wichtigen Utensilien und Hilfsmittel eingepackt hast und ob diese funktionstüchtig sind. Informiere dich zudem über die Zeit und den Raum, wo die Prüfung stattfinden wird, denn wer alle organisatorischen Sachen vorher erledigt, muss nicht fünf Minuten vor Prüfungsbeginn durch das Uni-Gebäude hetzen und nach dem richtigen Prüfungsraum suchen.

Tipp 5: Nervennahrung und Pausen

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In intensiven Lernphasen wird dein Gehirn besonders in Anspruch genommen und benötigt daher „Nervennahrung“. Doch manchmal ist Schokolade nicht immer der beste Weg. Gesundes Snacking beinhaltet z.B. Nüsse, Obst und Gemüse, auch sogenannte Energy Balls sind eine gute Option. Verzichte bestenfalls auf Gerichte, die dir schwer im Magen liegen könnten, da es sich so nicht gut lernen lässt.  Ganz wichtig: Trinken nicht vergessen und hierbei reden wir nicht von überhöhtem Kaffeekonsum. Empfehlenswert sind Wasser oder Apfelschorle, denn diese Getränke halten deinen Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht.
Trotz intensiver Lernphasen solltest du nicht vergessen regelmäßig Pausen einzulegen und auch einen Ausgleich zum Lernen zu schaffen. Egal ob es ein Work-Out im Fitness Studio ist oder ein Kinobesuch, am Abend bleibt trotzdem noch Zeit für eine Stunde Entspannung und Ablenkung. Dein Gehirn braucht auch mal eine Pause, um den gelernten Stoff zu verarbeiten und abzuspeichern und später wieder neuen Stoff aufnehmen zu können.
Wenn du diese Tipps befolgst kann bei der Prüfungsvorbereitung gar nichts mehr schief gehen! Wir wünschen dir viel Erfolg bei deinen Klausuren!

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