Bewerbungen? Lebenslaufcheck? Motivationsschreiben? Freigang Applications Consulting!

Interview mit Janina Freigang

Eins wird ganz schnell klar, wenn du dich mit Janina Freigang über ihren Lebensweg und ihre Firma Freigang Applications Consulting (Freigang AC) unterhältst: Janina ist nicht nur unglaublich sympathisch, sie hat auch echt was auf dem Kasten – und SchülerInnen, StudentInnen und BewerberInnen sind in puncto Bewerbungen bei ihr und ihrem Team definitiv gut aufgehoben.

Die BACHELOR AND MORE Redaktion hat Janina Freigang interviewt und sie rund um ihre Firma, deren Entstehung sowie zu Tipps für Bewerbungsmappen und Co. ausgefragt.

Wie alles begann …

Janinas Lebenslauf liest sich wie ein Musterbeispiel: Sie hat in sechs Ländern gelebt, ihr Bachelor-Studium in Los Angeles absolviert, ein Auslandssemester in Spanien gemacht, ist für ihren Master nach London umgezogen und hat anschließend Berufserfahrung im internationalen Marketing und Vertrieb bei Großkonzernen gesammelt. Doch, es lief nicht immer alles so glatt, wie es auf dem Papier aussieht: „Als ich mich meinen internationalen Bewerbungsprozessen gewidmet habe, z.B. bei der Bewerbung für meinen Bachelor in den USA, fühlte ich mich unsicher und wusste nicht so recht was ich in meinen Bewerbungsdokumenten schreiben sollte. Eine Unterstützung hätte ich mir zu dem Zeitpunkt total gewünscht“, erklärt sie und spielt damit direkt auf die Gründung ihrer Firma an. „Umso glücklicher hat es mich gemacht, als ich sechs Jahre später zwei Freunden von meinem jüngeren Bruder dabei helfen konnte, sich für internationale Studiengänge zu bewerben. Sie wurden beide angenommen, waren begeistert von meiner Unterstützung und sagten mir, dass ich mich unbedingt damit selbstständig machen solle, weil ich bestimmt vielen anderen Menschen genau bei diesen Prozessen ebenso motivierend und empathisch zur Seite stehen kann. Diese beiden Aufträge stellten den Anfang meiner Firma dar.“

Weltweite und flexible Beratung

Aus diesem Anfang hat sich mittlerweile ein ganzes Konzept entwickelt. Janina und ihr Team bieten einerseits individuelle Beratungen in Form von Einzelcoachings an, andererseits finden regelmäßig Workshops und Seminare statt. In den Einzelcoachings werden vor allem SchülerInnen, StudentInnen und AbsolventInnen bei Bewerbungen (für z.B. Studienplätze bei internationalen Hochschulen aber auch für Praktikumsplätze und Jobs bei internationalen Unternehmen) unterstützt: „Gemeinsam mit unseren Kunden überarbeiten wir ihre benötigten Bewerbungsdokumente, wie z.B. den Lebenslauf, das Anschreiben, Motivationsschreiben oder auch Empfehlungsschreiben, optimieren ihre Profile in sozialen Netzwerken (wie LinkedIn und XING) und bereiten sie auf Bewerbungsgespräche vor.“

In den Workshops und Seminaren wird darüber hinaus in kleinen Gruppen an bestimmten Themen – wie Praktikums-/Jobbewerbungen in Nordamerika – gearbeitet. Besonders interessant ist dabei auch das Format „Zukunfts-Kompass“. Hier wird mit KandidatInnen, die noch nicht genau wissen, was sie machen wollen, auf ihre Studien- und Karrierewahl geschaut und nach der besten Lösung gesucht – und das Ganze nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch, Spanisch oder Französisch. Und obwohl die Firma ihren Hauptsitz in Berlin hat (wo Interessierte sie gerne persönlich aufsuchen können), sind die BeraterInnen überall, flexibel erreichbar: „Muss eine Bewerbung ganz dringend bis nächsten Montag fertig sein, steht unseren Kunden unser „Express-Service“ zur Verfügung. Wir sind flexibel und von überall aus erreichbar, denn wir können super mit unseren Kunden zusammen per E-Mail, Telefon, Skype und WhatsApp arbeiten. Außerdem braucht bei uns keiner Angst davor zu haben blöde Fragen zu stellen oder Fehler zu machen – denn wir stehen jedem mit unserer Expertise, unserem globalen Netzwerk, einem offenen Ohr, Einfühlungsvermögen und Motivation auch in den herausforderndsten Bewerbungsprozessen tatkräftig zur Seite.“

Noch mehr zu Freigang AC? Janina hält im Rahmen des Vortragsprogramms auf der Bachelor Messe Frankfurt und Hamburg einen Vortrag zum Thema „Die Bewerbung: So klappt es mit dem Studium“ – und uns hat sie schon vorab einige Tipps verraten, was du unbedingt beachten solltest.

Tipps zu Bewerbung und Co.

Was sind generelle Punkte, die StudentInnen und SchülerInnen beim Verfassen einer Bewerbung beachten sollten?

Zunächst raten wir allen KandidatInnen, die sich für einen Studienplatz bewerben, die Webseite ihrer Wunschuniversität ganz genau durchzulesen und den Anweisungen dort zu folgen. Für alle Bewerbungen wird in jedem Fall ein Lebenslauf (CV) erforderlich sein. Der CV sollte so kurz wie möglich – auf maximal einer Seite (!) – einen Gesamtüberblick über die Fähigkeiten und Erfahrungen der jeweiligen KandidatInnen geben. Ein noch wichtigeres Bewerbungsdokument stellt das Motivationsschreiben bzw. Personal Statement dar. Für das Verfassen dieses Dokumentes sollte man sich mindestens 2 Wochen Zeit geben und darauf achten die Frage(n) der Universität vollständig zu beantworten. In diesem Dokument haben BewerberInnen die Gelegenheit detaillierter auf die eigenen Erfahrungen einzugehen und Beispiele zu geben, die den Leser erkennen lassen welche Stärken und Eigenschaften sie auszeichnen. Benötigt man Empfehlungsschreiben von ehemaligen Lehrern, Professoren o.ä. sollte immer etwas mehr Zeit einkalkuliert werden, um diese rechtzeitig vor der Abgabefrist zugeschickt zu bekommen.

Gibt es Dinge, die auf keinen Fall in eine Bewerbung gehören?

BewerberInnen sollten in ihren Bewerbungsdokumenten auf keinen Fall lügen oder Dinge nennen, die zwar gut klingen, zu denen sie aber anschließend im Bewerbungsgespräch nichts genauer erzählen können. Außerdem sollte auf Umgangssprache und das Hinzufügen von Links, die z.B. zum eigenen LinkedIn-Profil führen, verzichtet werden. Die meisten Zulassungsstellen werden sich nämlich bei hunderten von eingegangenen Bewerbungen gar nicht die Zeit nehmen können, um auf weiterführende Links zu klicken. Ist ein Bewerbungsfoto gefordert, sollte dies auf keinen Fall ein privates Urlaubsfoto sein.

Was sollten StudentInnen und SchülerInnen beachten, wenn sie sich im Ausland bewerben wollen?
Die meisten BewerberInnen aus Deutschland, die sich im Ausland bewerben, werden ihre Bewerbungsdokumente auf Englisch benötigen. Dies umfasst nicht nur den CV, das Motivationsschreiben und die Empfehlungsschreiben, sondern auch Zeugnisse und weitere Anhänge, die übersetzt werden müssen. Bei Bewerbungen im englischsprachigen Ausland (z.B. USA, England, Australien) sollten BewerberInnen das Foto auf dem CV sowie Angaben zu ihrem Geburtsdatum und -ort, ihrer Nationalität und dem Familienstand komplett weglassen. Auch bei der Angabe von Noten und deren Umrechnung in andere Notensysteme, z.B. in den US-amerikanischen Grade Point Average (GPA), ist Vorsicht geboten. Um sicherzugehen, dass die eigenen Noten korrekt verstanden werden, sollten BewerberInnen immer eine kurze Erklärung des deutschen Notensystems hinzufügen.

Was können Besucher inhaltlich in deinem Vortrag auf den Bachelor Messen erwarten?

In meinen Vorträgen werde ich jede Menge Tipps zu den Bewerbungsdokumenten (CV, Motivationsschreiben und Empfehlungsschreiben) sowie zum Bewerbungsgespräch geben und ein paar Anekdoten aus meinen eigenen Bewerbungsprozessen erzählen. Da die Vorträge jeweils nur eine halbe Stunde gehen, werde ich nur kurz auf die jeweiligen Dokumente eingehen können. Ich stehe aber gern im Anschluss an die Vorträge für genauere Fragen zur Verfügung. Ich freue mich auf alle Besucher, die zu meinen Vorträgen kommen!

Vielleicht auch Interessant?

Hochschulen

Tschüß Schule - Hallo Leben!

Deine Schulzeit ist (fast) vorbei und es ist Zeit für den nächsten Schritt – die Entscheidung, was du in deinem Leben machen möchtest. Ausbildung? Gap Year? Oder direkt Studium? Diese Entscheidung kann dir niemand abnehmen. Aber dir auf deinem Weg helfen, das können wir.

...

Bachelorsuche